Home

 

 So sieht unsere Jugendarbeit u.a. aus

 

Stand: 25.04.12 

 

 

Ein riesen Theater

Die Sandhas`n übernachten auf der NaturFreundehütte Hormersdorf

Von Janina Körber

 

Ein Haus, 25 Kinder, 3 Erwachsene – und jede Menge Spaß! Was die Kinder der Neunkirchener Theatergruppe bei ihrer diesjährigen Übernachtungsfahrt erlebt und gelernt haben:

 

Schon als ich am vereinbarten Treffpunkt, dem Ort der regelmäßigen Theaterproben in Neunkirchen ankomme, ist die Stimmung ausgelassen. Die Kinder sind hibbelig, können sich kaum ruhig auf ihren Stühlen halten und zuhören, was Katharina Pfister, die Leiterin der Theatergruppe zu sagen hat. Als letzte organisatorische Probleme gelöst sind, halten die kleinen Schauspieler es nicht mehr aus und stürmen voller Elan in die Autos. Die Vorfreude ist groß: es ist nicht besonders weit, bis auf die kleine, abgelegene Hütte, auf einem Hügel im Wald der Fränkischen Schweiz, doch als wir nach kurzer Zeit schon unser Gepäck vor dem Haus abstellen, sind alle Feuer und Flamme, ihre Zimmer zu beziehen. Aber so schnell geht es nicht. Bis alles geregelt ist, dauert es noch einen kleinen Moment, und so gibt Mona, eine weitere Jungbetreuerin, mir die Aufgabe, die Rasselbande zu beschäftigen.

Bestens geeignet zum Spielen und Toben

Das Gelände hinter dem Haus ist quasi wie dafür geschaffen, die Kinder zu unterhalten, und so entscheide ich mich kurzfristig für Stehbock/Freibock – eine gute Wahl, wie sich kurze Zeit später herausstellt. Nach zehn Minuten Rennen am Stück sind die Kinder zu mindest etwas erschöpft und aus der Puste, vor allem aber ruhiger, sodass  Katharina nun ohne Probleme die Zimmerverteilung bekannt geben kann. Es gibt ein großes Bettenlager für die Jungs und ein weiteres für die Mädchen sowie ein Dreierzimmer, damit alle unterkommen. Eine halbe Stunde später haben alle einen Schlafplatz gefunden und sind zufrieden. Beim anschließenden Kaffe und Kuchen wird dann erklärt, wie das Nachmittagsprogramm aussieht: Zur Unterhaltung am Abend sollen die Kinder anhand von vier Begriffen ein kleines Theaterstück einstudieren, ähnlich einer Reizwortgeschichte. Dazu werden die Akteure in 4 Teams mit je einem Regisseur eingeteilt. Und während diese mit ihren Gruppen einen geeigneten Platz zum Proben suchen, nehmen einige freiwillige Väter schon mal das Grillhaus in Beschlag, damit die Bratwürste, Steaks und Spieße auch pünktlich zum Abendessen fertig sind.

Wer viel probt, isst viel

Auch die Mütter haben einen nicht zu verachtenden Teil zur Übernachtungsfahrt beigesteuert: In ca. 7 Autos wurden neben den Kindern auch noch unzählige Salate, Kuchen und Gebäck für das abendliche Festmahl herangebracht, um auch alle Mäuler zu stopfen. Um ca. 18:30 Uhr komme auch ich nach den Proben, mit meiner Gruppe zurück in die Stube, einen verwinkelten Raum, der an den Wochenenden normalerweise als Gaststube für Wanderer dient, die auf einen Kaffe oder Kuchen bei den NaturFreunden einkehren wollen. Meiner Meinung nach sehr urig eingerichtet, ist die gesamte Hütte im Landhausstil gestaltet. Das Abendessen ist schon in vollem Gange und wir schnappen uns einen Teller und greifen zu. Von mehreren Seiten hört man bereits erste Berichte, wie denn die Proben gelaufen seien und was dabei herausgekommen ist. Ich bin schon sehr gespannt, was sich die anderen zu den Begriffen  „Überraschung“-„nass“-„Eifersucht“ und „erschöpft“ ausgedacht haben und warte ab. Als alle satt sind, beginnt die erste Gruppe, ihr kleines Stück aufzuführen, was wegen des Platzmangels nicht einfach ist. Aber da es draußen regnet, sind Ausweichmöglichkeiten nicht gegeben - man nimmt, was man hat. Und mit einigen Pannen, Chaos, Improvisationen und sehr viel Kreativität kommen am Ende auch urkomische Sketche, mit immer anderen Geschichten heraus. Da gibt es eine Leiche, die dann doch die falsche ist, zwei Ehepaare, die sich im Urlaub wiedertreffen, Fremdgänge sowie eine Szene im Café. Insgesamt ein voller Erfolg!

Erst spät am Abend, nach Kartenspielen, weiteren Theaterübungen und Radau auf den Zimmern sind endlich alle im Bett, das Licht ist aus und die meisten schlafen … nur Katharina bleibt die meiste Zeit der Nacht wach und schiebt Wache. Das hinterlässt seine Spuren: Als wir am Ende der Übernachtungsfahrt über den Vorschlag, nächstes Jahr zwei Tage zu übernachten sprechen, meint sie mit einem Lächeln: „Dann können aber eure Eltern den zweiten Tag übernehmen, mir reicht schon einer voll und ganz aus!“

Mit vollem Elan in den nächsten Tag

Und genauso geht es auch am Sonntag weiter: Bereits um 7:30 Uhr stehen die ersten auf der Matte. Und weil nach dem Frühstück noch einige Zeit ist, bis die Nachwuchsschauspieler von ihren Eltern abgeholt werden, ist es wieder mein Part, sie bis elf Uhr zu beschäftigen. Zusammen mit einem Freund spanne ich ein Spinnennetz mit einem Seil zwischen zwei Bäumen und die Kinder müssen es schaffen, ohne es zu berühren als Gruppe hindurchzukommen. Zum Glück geht mein Plan auf!

Und so neigt sich der Ausflug langsam dem Ende zu: Die ersten Eltern kommen, es wird aufgeräumt, gepackt, verladen, gefegt und als endlich alles wieder in den Normalzustand versetzt wurde, fährt endlich auch Katharina heim, und ist froh, auch diesen Ausflug gut überstanden zu haben.

 

Ich denke, die diesjährige Übernachtungsfahrt der Sandhas`n war wieder ein voller Erfolg und ein unglaublicher Spaß. Ich freue mich schon auf`s nächste Jahr.

 

Bilder hierzu demnächst!

 

Und das sind die Aktivitäten, die für unsere Jugendlichen das ganze Jahr hindurch geboten werden:

 

Seit über 25 Jahren besuchen wir jährlich das Sonnwendfeuer der FFW in Dehnberg mit gemeinsamen Essen, Spielen und Warten auf das Feuer, das mit einer Nachtwanderung zurück ihren Abschluss findet.

In den letzten Jahren hatten unsere Kinder und Jugendlichen einmal im Jahr 2 Tage auf der Edelweißhütte mit Wanderung in die nähere Umgebung und vielen Spielen usw. verbracht. Seit 2011 sind sie auf der Hormersdorfer Hütte. Da werden sie von Mamas und Omas bewirtet und die diensthabenden "Hütteneltern" helfen ebenfalls dazu, da auch sie dem Theaterverein nahe stehen.

Zur Zeit sind fast 50 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren aktiv. Sie gestalten mit ihren Aufführungen nicht nur Weihnachtsfeiern von anderen Vereinen, Betriebsfeiern zu Jubiläen und so manche Geburtstagsfeier sondern auch unsere vereinseigene Weihnachtsfeier und werden alljährlich gerne zu diesen Veranstaltungen bestellt.

Mit "Max und Moritz" hatte unsere Jugend 2009 an 4 Tagen Jung und Alt sowie die Schüler der Grundschule Neunkirchen als Schulabschluss begeistert.

2010 haben 4 Jugendgruppen ein abendfüllendes Programm geboten, welches unter dem Namen Theaterzauber das Publikum verzauberte. Zu dieser zauberhaften Vorstellung haben wir uns den jungen Neunkirchner Künstler an der Steirischen Harmonika, Tobias Stammler für die Pausenmusik dazu geholt.

Nachdem die Zahl der aktiven Kinder und Jugendlichen ständig zunimmt, hat unsere Jugendleitung für 2011 wieder ein "Großprojekt" vor. Es wird wahrscheinlich ein Märchen für Alt und Jung werden.

Für den Herbst ist ein Kriminalstück mit Beteiligung musikalischer Neunkirchner Jugend geplant.


 

Ein paar Bilder vom "Theaterzauber"